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Gestalte deine Stadt

Interview und Fotos Inga Schnepel

Seit zehn Jahren setzen sich Die Urbanisten in Dortmund für die aktive Beteiligung der Bürger an der Gestaltung ihrer Stadt ein. Was als kleine Initiative dreier Freunde begann, ist zu einem bunten und offenen Netzwerk geworden.

Florian, du gehörst zu den Initiatoren der Urbanisten. Wie seid ihr damals auf die Idee gekommen, den Verein zu gründen?

Die Idee entstand etwa drei oder vier Jahre vor der Gründung der Urbanisten. Damals habe ich zusammen mit einem Freund eine Erzieherausbildung gemacht und später während der Gründung auch Sozialpädagogik studiert. Wir beide und auch das dritte Gründungsmitglied kannten uns bereits seit Schulzeiten.
Während unserer Ausbildung haben wir uns viel mit der Frage beschäftigt, wie junge Menschen dazu ermächtigt werden können, ihre Persönlichkeit und ihr Leben zu ergreifen. Deshalb haben wir uns selbst gefragt: Was hat uns eigentlich geprägt? Was hat uns zu dem Menschen gemacht, der wir heute sind?
Schon als Schüler auf der Waldorfschule haben wir erfahren, was wir bereits können oder in uns entdecken können: Schauspiel, Musik, handwerkliche Tätigkeiten oder Gartenbau. Damals ging es auf ganz vielen Ebenen darum, das eigene Umfeld zu gestalten. Und genau das hat uns geprägt und uns gezeigt, dass dies für viele Menschen nicht selbstverständlich ist. Diese Erkenntnis war ausschlaggebend dafür, den Verein ins Leben zu rufen.
Für uns war von Anfang an klar, dass wir einen Verein und kein Unternehmen gründen. Wir wollten eine gemeinnützige Organisation werden und uns mit der Frage beschäftigen, wie die Menschen bei der Gestaltung, Belebung und Verbesserung ihrer Stadt und des städtischen Zusammenlebens beteiligt werden können.
Innerhalb von drei Jahren waren dann aus den drei Gründungsmitgliedern acht Urbanisten geworden. Die Zusammensetzung unseres Team war divers – Künstler, Erzieher, Sozialpädagogen, eine Stadtplanerin und eine Kommunikationsdesignerin waren dabei – und so gab es verschiedene Perspektiven auf unsere zentrale Fragestellung.

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Welches Projekt habt ihr als erstes in Angriff genommen?

Noch bevor wir unsere jetzige Arbeit begonnen haben, entstand die Idee, ein Online-Netzwerk ins Leben zu rufen, in dem alle Kunst- und Kulturformen gesammelt werden sollten, die den öffentlichen Raum bespielen. Wir haben viel Kraft in dieses Projekt gesteckt und dann gemerkt, dass wir weder logistisch noch technisch in der Lage waren, es wirklich umzusetzen. Dennoch waren die Fragestellungen des Projektes spannend für uns: Wie können Menschen mobilisiert werden? Welche Bedürfnisse gibt es in einer Stadt? Welche Ressourcen hat der urbane Raum? Wir haben schnell gemerkt, dass es gar nicht um Street-Art oder darum geht, die Welt bunter zu malen, sondern vielmehr um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen, um die verschiedenen Probleme, mit denen wir uns in der Wohlstandsgesellschaft auseinandersetzen, und eben auch darum, über den Tellerrand dieser Gesellschaft hinauszuschauen und weitere Fragen zu stellen. Wie lässt sich eigentlich eine wirklich nachhaltige Stadtentwicklung vorantreiben, wenn man sich nicht nur in einem kleinen Mikrokosmos bewegt, sondern auf das große Ganze schaut? Welche kleinen Puzzleteile können wir beisteuern und welche wollen wir auch ­anpacken?

Mit welchem Projekt wurdet ihr letztlich von der Öffentlichkeit wahrgenommen?

Freunde von uns vom Labor für sensorische Annehmlichkeiten e. V. (labsa) hatten auf der Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt die „Oase in Beton“ initiiert, ein Projekt bei dem es darum ging, mitten in die graue Wüste der Stadt kulturelle Vielfalt zu bringen, Menschen zu sensibilisieren, was ihre Stadt leisten und wie viel Raum sie den Menschen bieten kann. Wir haben damals bei dieser Veranstaltung mitgemacht, um die Urbanisten und auch das Projekt „Energieverteiler“ vorzustellen. „Energieverteiler“ war letztlich das erste Projekt, das wir umgesetzt haben.

Worum ging es bei diesem Projekt?

„Wir gestalten Stromkästen“, so ein Projekt gibt es in jeder Stadt. Doch uns war von Anfang an wichtig, dass wir nicht einfach Stromkästen anmalen. Wir wollten herausfinden, wie wir im Rahmen dieses Projektes eine hohe Diversität in Bezug auf die Motiv- und Themenwahl, aber auch insbesondere in Bezug auf die Beteiligten erreichen können.
Wir entschieden uns, in einem Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf insgesamt 20 Stromkästen zu bemalen. Wir wollten ganz unterschiedliche Menschen motivieren. Beteiligt waren letztlich fünf Kitas, ein paar ältere Damen von einem Seniorentreff, die irgendwie Bock auf die Sache hatten, ein paar Graffitikünstler, die schon zuvor viel mit Gestaltung zu tun hatten, und auch zwei Designer. Und genau das, was wir damals in der Konzeption von „Energieverteiler“ überlegt hatten, ist das, was uns heute ausmacht: Menschen zusammenzubringen, die sonst nicht zusammenkommen würden. In einer Abschlussausstellung in der Werkhalle hier auf dem Union Gewerbehof wurden dann die Ergebnisse und Prozesse des Projektes präsentiert. Es ist witzig, dass eines der ersten Projekte auf diese Weise bereits den Kontakt zu unserem heutigen Standort herstellte.

Ihr habt euren jetzigen Standort also erst zu einem späteren Zeitpunkt gewählt?

Zu Beginn trafen sich die Urbanisten noch bei mir in der WG. Da tagten wir ständig bei uns in der Küche und im Wohnzimmer. Irgendwann war klar, dass die WG-Psychohygiene gesprengt wird, wenn wir ständig mit zehn oder zwanzig Leuten im Wohnzimmer sitzen. Wir brauchten einen festen Ort, an dem wir uns treffen konnten. Und so haben wir unser heutiges Büro bezogen. Damals haben wir alle jeweils 50 Euro im Monat beigesteuert, um die Miete für das Büro zahlen zu können. Bestimmt zwei Jahre haben wir das so gemacht. Dann waren wir irgendwann in der Lage, das Büro über Querfinanzierungen zu tragen.

Ihr habt euren jetzigen Standort also erst zu einem späteren Zeitpunkt gewählt?

Zu Beginn trafen sich die Urbanisten noch bei mir in der WG. Da tagten wir ständig bei uns in der Küche und im Wohnzimmer. Irgendwann war klar, dass die WG-Psychohygiene gesprengt wird, wenn wir ständig mit zehn oder zwanzig Leuten im Wohnzimmer sitzen. Wir brauchten einen festen Ort, an dem wir uns treffen konnten. Und so haben wir unser heutiges Büro bezogen. Damals haben wir alle jeweils 50 Euro im Monat beigesteuert, um die Miete für das Büro zahlen zu können. Bestimmt zwei Jahre haben wir das so gemacht. Dann waren wir irgendwann in der Lage, das Büro über Querfinanzierungen zu tragen.

Wie hat die Stadt Dortmund auf euer Engagement reagiert?

Durch das „Energieverteiler“-Projekt hatten wir eine erste Schnittmenge mit der Stadt Dortmund. Und so sind auch die ersten Kontakte entstanden. Wir befinden uns hier im Unionviertel, einem Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf. Hier gibt es viel Leerstand und Armut in der Bevölkerung. Kurz bevor wir unseren Verein gegründet haben, hatte die Stadt Dortmund den Stadtumbau für dieses Viertel beschlossen und es wurden Gelder für die Entwicklung des Stadtteils bereitgestellt. In diesem Kontext haben wir die Gelegenheit gehabt, Mitarbeiter der Stadt kennenzulernen, deren Auftrag es war, diesen Stadtteil nach vorn zu bringen. Es war für uns ein Glücksgriff, dass sich unser Bedürfnis, hier aktiv zu werden und Projekte umzusetzen, mit dem Bedarf der Stadt gedeckt hat. Im Laufe der Zeit ist die Stadt Dortmund zu einem wichtigen ­Kooperationspartner für uns geworden.

Wie finanzieren die Urbanisten ihre Arbeit?

Eine institutionelle Förderung haben wir nicht. Unser Vorstand und unsere Geschäftsführung arbeiten ehrenamtlich.
Für Ideen und eigene Projekte, die wir in der Schublade liegen haben, suchen wir gezielt nach Förderungen. Seit Ewigkeiten wollen wir hier im Stadtteil ein Projekt für Kinder und Jugendliche umsetzen. In diesem Fall lief uns zufällig über einen Newsletter eine Förderung über den Weg, die perfekt für das Projekt passen würde. Auch für größere Projekte – wir möchten beispielsweise hier am Union Gewerbehof einen Ort für nachhaltige Transformation schaffen – haben wir nach einer Förderung gesucht und diese auch gefunden.
Zudem bekommen wir viele Angebote und Anfragen: Ein Lehrer kommt auf uns zu, weil er einen Nachhaltigkeitsworkshop für seine Schule ausrichten will, oder jemand möchte Insektenhotels bauen und nimmt dann an der „Offenen Werkstatt“ oder einem Kurs teil.
Mittlerweile generieren wir über unsere vielzähligen Aktionen eine Vereinspauschale. Wer bei uns eine Veranstaltung auf Honorarbasis anbietet, führt – egal, was er verdient – immer 15 Prozent von seinem Honorar an uns ab. Auf diese Weise können wir unser Büro halten, Versicherungen zahlen, Flyer drucken oder andere Dinge finanzieren, für die wir sonst kein Geld hätten.

Welche Themen liegen euch besonders am Herzen?

Uns war von Anfang an klar, wenn wir einen Beitrag dazu leisten wollen, eine Stadt zu verändern, brauchen wir unterschiedliche Perspektiven. Heute sind wir nicht mehr nur Sozialpädagogen, Künstler und Designer, sondern es sind unter anderem Architekten, Ingenieure und Chemiker zu den Urbanisten gestoßen. Und wir haben auch gemerkt, dass wir definieren müssen, was uns gesellschaftlich wichtig ist.
Kunst und Kultur im öffentlichen Raum war immer eine wichtige Säule für uns. Bei diesem Schwerpunkt geht es um die Stadtgestaltung, um künstlerische und kreative Aspekte und darum, diese bei den Menschen zu fördern. Von Anfang an haben wir uns auch mit Urban ­Gardening beschäftig und damit, wie die Natur näher an die Menschen und die Menschen an die Natur gebracht werden können. Ein weiterer Aspekt ist zudem die nachhaltige Stadtentwicklung, die auf einer Metaebene schaut, wie sich Städte, Strukturen und Politik verändern müssen, wo wir stehen und was es noch braucht. Dieser Bereich hat eine Renaissance im Verein erfahren, als sechs oder sieben Stadtplanerinnen und Stadtplaner zu den Urbanisten gestoßen sind. Ein Thema war auch immer Upcycling und DIY. Uns geht es bei diesem Schwerpunkt darum, wie Menschen handwerklich befähigt werden können, etwas umzusetzen. Vor drei Jahren kam jemand zu uns, der es spannend fand, die Stadt spielerisch zu entdecken und ein großes Potenzial im Thema Urban Games sah. Und so entstand ein weiterer Schwerpunkt. Der Verein verändert sich mit jedem einzelnen Menschen, der sich einbringt.

An welchen Projekten arbeitet ihr zurzeit?

Neben vielen kleineren Projekten arbeiten wir aktuell an drei großen Forschungsprojekten: „­UrbaneProduktion.ruhr“, „proGIreg“ und „LUZI“.
Das Forschungsprojekt „UrbaneProduktion.ruhr“ läuft bald aus. Über drei Jahre haben wir zusammen mit zwei Forschungsinstituten versucht herauszufinden, wie die Produktion, die früher ganz nah in der Stadt und mit den Bewohnern verknüpft war, wieder zurück in die Stadt geholt werden kann. Zu diesem Zweck haben wir die leer stehende Luther-Kirche in Bochum-Langendreer zwischengenutzt und ein Reallabor aufgebaut. Zusammen mit der lokalen Gewerbegemeinschaft, lokalen Institutionen und den Anwohnern haben wir versucht, an einem Programm zu stricken, um diesen Leerstand betreiben zu können. Es ging aber auch darum, wie wir als Inkubator von diesem Ort aus andere Leerstände bespielen und neue Nutzungen befördern können, die zukunftsweisend sind. Was brauchen die einzelnen Menschen vor Ort? Das war die spannende Frage in diesem Projekt.
Zusammen mit vielen anderen Partnern arbeiten wir zudem am EU-Forschungsprojekt ­„proGIreg: productive Green Infrastructure for post-industrial urban regeneration“. In diesem Projekt geht es darum, wie die Nahrungsmittelproduktion in urbanen Ballungsgebieten gefördert werden kann. Unsere Aufgabe in dem Projekt ist die Entwicklung eines Aquaponiksystems. Bei der Aquaponik werden die Pflanzen- und Fischzucht für die Nahrungsmittelproduktion miteinander verbunden. Im Rahmen dieses Projektes werden wir drei Community-Gewächshäuser im Dortmunder Nordwesten aufbauen und denken momentan über ein Mietgartenkonzept nach. Im Grunde ist es eine Machbarkeitsstudie, wie diese Art von Gewächshäusern in Städten betrieben werden kann.

Das Gewächshaus hier im Innenhof ist ein Testlauf für die größeren Versionen, die gebaut werden sollen?

Genau, unser Gewächshaus hier am Union Gewerbehof gibt es seit 2012. Es ist mittlerweile der dritte Prototyp. Angefangen haben wir mit einem ganz kleinen Gewächshaus – eine Schenkung von einem Bekannten. Das aktuelle Gewächshaus ist super klein, aber es eignet sich trotzdem, um neue Technologien und Verfahren zu testen. Wie funktionieren Bewässerung und Fischzucht, wie können wir die Fische in solchen Becken dazu bringen, sich fortzupflanzen und zu laichen? Jedes Jahr erfindet sich das Gewächshaus neu. Es ist wichtig, Technologien erst im Kleinen auszuprobieren. Mittlerweile kennen wir viele Experten in Europa auf diesem Gebiet, tauschen uns mit ihnen aus und versuchen, vielleicht ein Puzzleteil zum großen Ganzen beizusteuern, das die anderen noch nicht gefunden haben.

 

Seit April 2019 arbeitet ihr zusammen mit dem Union Gewerbehof und dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT an dem Forschungsprojekt „LUZI | Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovationen“. Worum geht es bei diesem Projekt genau?

Es gibt viele – um es in Modernsprech zu sagen – Makerspaces, FabLabs, Biolabs, E-Labs und so weiter, in denen irgendwelche Start-ups die Möglichkeit bekommen, sich zu treffen und „geilen Shit“ zu produzieren. Wir hingegen wollen einen Ort schaffen, an dem Menschen ­zusammen­kommen, die sich mit der Entwicklung von Konzepten, Ideen, Visionen und auch konkreten Produkten und Dienstleistungen beschäftigen, die sich alle unter dem Stichwort der Nachhaltigkeit bewegen.
Wir wissen, dass die Metropolen weltweit explodieren, und doch gibt es viel zu wenige Konzepte und Ansätze, die sich darauf beziehen, dass es uns als Individuum, aber auch als Gemeinschaft gut geht. Zum nachhaltigen Handeln gehört auch die Beförderung einer zukunftsweisenden Transformation von Städten und des urbanen Zusammenlebens – über den Tellerrand von Dortmund, Deutschland und Europa hinaus.
Im Rahmen des Forschungsprojektes sind wir hier am Union Gewerbehof angesiedelt. Wir möchten diesen Ort, an dem Menschen sich treffen können, ausbauen und mit Inhalt füllen. Dazu werden von hier ausstrahlend verschiedene Werkstätten etabliert: Eine Werkstatt, in der es primär um Holzbearbeitung geht, haben wir bereits – in dieser sitzen wir gerade. Aber auch ein Ort zur Metallbearbeitung wird ein Thema sein. Hier am Hof gibt es zudem eine Nähwerkstatt. Wir versuchen die Gewerke, die es hier bereits gibt, unter dem Stichwort „Nachhaltiges Handeln“ miteinander zu verbinden. Unser Partner Fraunhofer UMSICHT betreibt nur wenige Meter entfernt die sogenannte DEZENTRALE und verfügt über ein Biolab, ein E-Lab und ein ­FabLab. Wir versuchen alle Möglichkeiten an einem Ort und aus einer Hand anzubieten. Gleichzeitig wollen wir entsprechend der Bedarfe, die aus dem Projekt heraus entstehen, neue Orte ins Leben rufen oder ausbauen.

An welchem Punkt steht ihr derzeit in diesem Projekt?

Bei LUZI sind wir gerade in der Netzwerk- und Aufbauphase. Jetzt wird erst einmal geplant, konzipiert, eine Internetseite ins Leben gerufen und überhaupt die Marke LUZI geprägt.
Ab Januar 2020 geht das Projekt in die Reallaborphase. Dann steht der eigentliche Betrieb dieses Ortes im Mittelpunkt und es werden Erfahrungswerte gesammelt, um das Konzept zu verbessern, das Feintuning vorzunehmen und dann im letzten Schritt die gewonnenen Erkenntnisse aufzubereiten und ein Handbuch für andere Kommunen und Institutionen zu erstellen.
Ziel für uns ist es aber auch, das Projekt hier vor Ort zu etablieren und zu verstetigen.

Welche Pläne haben die Urbanisten für die kommenden zehn Jahre? Das, was uns als Verein total ausmacht, sind die einzelnen Leute. Es gibt keine Hierarchien. Es gibt niemanden, der sagt: „Du musst jetzt das und das machen.“ Mittlerweile haben wir zehn Festangestellte. Was krass ist! Bei uns arbeitet niemand auf Anweisung, sondern alle aus Überzeugung und eigener Motivation. Uns verbindet, dass wir alle für eine Idee stehen. Wir haben uns die Frage gestellt, was die Urbanisten in den nächsten Jahren erreichen wollen und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir noch viel stärker den Fokus darauf richten müssen, was wirklich wichtig ist. Und mit wirklich wichtig meine ich, wirklich wichtig, um die ­drängenden Probleme unserer Zeit… na ja, vielleicht nicht zu lösen, aber zu bearbeiten, und einen Beitrag zu leisten. Die Klimaproblematik wird immer kolossaler. Wir werden uns als Planet unglaublichen ­Herausforderungen stellen müssen. Wir müssen Antworten darauf finden, wie wir mit endlichen ­Ressourcen umgehen, wie wir in Zukunft Energie erzeugen, wie wir uns ernähren. Die Fragen sind so drängend und wir müssen uns als Verein immer wieder darauf besinnen, mit diesen Fragen umzugehen. Es kann gar nicht genug Menschen geben, die sich engagieren. Wo wollen wir hin? Wir würden gerne bleiben und wir würden gerne ein bisschen mehr Handlungssicherheit, mehr Perspektive bekommen, damit es uns auch weiterhin geben kann.

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